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Dachzelt-Zubehör: 10 Dinge die du wirklich brauchst

Von Redaktion ·

Welches Zubehör brauchst du wirklich?

Das Dachzelt ist gekauft, die Dachträger montiert — und dann stellt sich die Frage: Was brauche ich noch? Die Zubehör-Liste kann schnell endlos werden. Wir haben aus eigener Erfahrung die zehn wichtigsten Dachzelt-Accessoires zusammengestellt, die sich tatsächlich lohnen — und ein paar, die du dir sparen kannst.

1. Stabile Leiter

Die meisten Dachzelte werden mit einer Aluminiumleiter geliefert. Trotzdem ist die Leiter das wichtigste Zubehör-Thema, denn nicht jede mitgelieferte Leiter überzeugt. Achte auf:

  • Ausreichende Länge: Bei hohen SUVs reicht die Standardleiter manchmal nicht bis zum Boden. Miss vorher die Höhe vom Dachzelt-Einstieg bis zum Boden.
  • Rutschfeste Stufen: Gerade bei Nässe entscheidend. Leitern mit breiten, geriffelten Stufen sind sicherer.
  • Stabilität: Die Leiter muss mindestens 120 kg tragen können.

Wenn die mitgelieferte Leiter nicht überzeugt, lohnt sich ein Upgrade auf eine separate Teleskop-Leiter mit breiteren Stufen. Diese lässt sich zudem kompakter verstauen.

2. Matratzen-Topper oder Upgrade-Matratze

Die im Dachzelt eingebaute Matratze ist oft nur 5-6 cm dünn. Für gelegentliche Übernachtungen reicht das, aber bei längeren Trips merkst du den Unterschied. Ein Matratzen-Topper (3-5 cm Memory-Foam) verbessert den Schlafkomfort enorm und kostet nur 40-80 EUR. Manche Hersteller bieten auch dickere Upgrade-Matratzen (8-10 cm) als Zubehör an.

Tipp: Achte darauf, dass der Topper die gleichen Maße hat wie die eingebaute Matratze. Miss vorher genau nach — Dachzelt-Matratzen haben oft ungewöhnliche Maße.

3. Vorzelt oder Markise

Ein Vorzelt oder eine Seitenmarkise erweitert deinen nutzbaren Wohnraum enorm. Unter einer Markise kannst du bei Regen kochen, essen und dich aufhalten, ohne ins Dachzelt klettern zu müssen.

  • Seitenmarkise (Awning): Wird an der Dachträgerschiene befestigt und lässt sich in 1-2 Minuten ausfahren. Bietet Schutz vor Sonne und leichtem Regen. Preis: 150-400 EUR.
  • Vorzelt (Annex): Ein geschlossener Raum, der unter dem Dachzelt befestigt wird. Bietet zusätzlichen Stauraum oder sogar einen extra Schlafplatz. Preis: 200-500 EUR.

Besonders beim Qeedo Freedom Light und beim Campwerk Adventure 140 gibt es passende Vorzelte vom Hersteller, die perfekt anschließen.

4. LED-Beleuchtung

Im Dachzelt wird es abends schnell dunkel. Eine gute Beleuchtung macht den Aufenthalt deutlich angenehmer:

  • LED-Lichtleiste: Zum Kleben oder Magnetbefestigung innen am Dachzelt. USB-betrieben, dimmbar und stromsparend. Ab 15 EUR erhältlich.
  • LED-Campinglaterne: Flexibel einsetzbar, auch außerhalb des Zelts. Aufhängbar am Zeltdach oder Leiter.

Viele Premium-Dachzelte wie das Thule Tepui Foothill haben bereits integrierte LED-Leisten. Falls nicht, ist eine nachgerüstete USB-LED-Leiste eines der besten Upgrades überhaupt.

5. Schuhablagebox oder Schuhsack

Klingt banal, ist aber im Alltag Gold wert. Wohin mit den Schuhen, wenn du ins Dachzelt kletterst? Auf den Boden stellen ist unpraktisch, ins Zelt nehmen ist schmutzig. Eine Schuhablage, die an der Leiter oder am Zelt befestigt wird, löst dieses Problem elegant. Alternativ tut es auch ein einfacher Stoffbeutel mit Karabiner. Kosten: 10-30 EUR.

6. Kondensations-Management

Kondenswasser ist der größte Feind jedes Dachzelt-Campers. Warme Atemluft trifft auf kalte Zeltwände — und es tropft. Dagegen helfen:

  • Anti-Kondens-Matten: Werden unter die Matratze gelegt und sorgen für Luftzirkulation. Verhindert Schimmelbildung an der Unterseite. Preis: 30-60 EUR.
  • Absorber-Kissen: Kleine Entfeuchter-Kissen, die Feuchtigkeit aufnehmen. Wiederverwendbar nach dem Trocknen.
  • Mikrofasertuch: Morgens kurz die Innenwände abwischen — simpel, aber effektiv.

Gerade bei Klappdachzelten mit Polyester-Stoff ist ein Anti-Kondens-Management unverzichtbar.

7. Powerstation oder USB-Powerbank

Smartphone laden, LED-Beleuchtung betreiben, vielleicht eine kleine Kühlbox versorgen — eine Stromquelle ist beim Dachzelt-Camping wichtig. Zwei Optionen:

  • USB-Powerbank (20.000+ mAh): Reicht für Smartphones, LED-Leisten und kleine Geräte. Kompakt und günstig (30-50 EUR).
  • Tragbare Powerstation (300-500 Wh): Für längere Trips oder wenn du mehr Geräte betreiben willst. Kann auch per Solar geladen werden. Preis: 200-500 EUR.

Für ein Wochenend-Trip reicht eine gute Powerbank. Für mehrtägige Touren ohne Strom empfehlen wir eine Powerstation mit optionalem Solarpanel.

8. Thermomatte für die Windschutzscheibe

Während du im Dachzelt schläfst, kühlt das Auto darunter aus. Eine Thermomatte für die Windschutzscheibe hat zwei Vorteile: Sie verhindert Beschlagen der Scheibe (relevant bei feuchtem Wetter) und bietet minimale Isolierung für das Fahrzeuginnere, falls du dort Lebensmittel oder Elektronik lagerst. Preis: 15-40 EUR.

9. Sandbleche oder Unterlegkeile

Nicht direkt Dachzelt-Zubehör, aber unverzichtbar für Offroad- und Naturstellplätze: Unterlegkeile sorgen dafür, dass dein Auto (und damit dein Dachzelt) gerade steht. Auf unebenem Untergrund macht schon eine leichte Schräglage das Schlafen unangenehm.

Für Abenteuer abseits befestigter Wege sind zusätzlich Sandbleche oder Traktionsmatten sinnvoll. Sie helfen, wenn du auf weichem Untergrund einsinkst. Preis: 20-40 EUR für Keile, 50-120 EUR für Sandbleche.

10. Dachzelt-Abdeckung (Cover)

Wenn du dein Dachzelt längere Zeit nicht nutzt — etwa im Winter — schützt eine Dachzelt-Abdeckung vor UV-Strahlung, Vogelkot, Baumharz und Witterung. Besonders für Klappdachzelte mit Stoffbezug wie das Campwerk Adventure 140 ist ein Cover sinnvoll, da UV-Strahlung den Stoff mit der Zeit spröde macht. Preis: 50-120 EUR.

Was du dir sparen kannst

Nicht jedes beworbene Zubehör ist sinnvoll. Diese Dinge brauchst du als Einsteiger eher nicht:

  • Teure Spezial-Bettwäsche: Normale Schlafsäcke oder Decken reichen völlig aus.
  • Dachzelt-spezifische Werkzeugsets: Standardwerkzeug tut es auch.
  • Elektrische Heizlüfter: Verbrauchen enorm viel Strom und sind in Zelten problematisch. Eine gute Isolierung und ein warmer Schlafsack sind die bessere Lösung.

Fazit

Die Grundausstattung für komfortables Dachzelt-Camping muss nicht teuer sein. Mit Leiter, Matratzen-Topper, LED-Beleuchtung, Schuhablagebox und Anti-Kondens-Matte bist du für rund 100-200 EUR zusätzlich bestens gerüstet. Eine Markise und eine Powerstation lohnen sich als Upgrade für längere Trips. Kaufe lieber wenige, hochwertige Zubehörteile als viel billigen Kram — so macht Dachzelt-Camping von Anfang an Spaß.